Über uns
An unserem Firmensitz (Wilhelm-von-Siemens-Straße 12-14, 12277 Berlin) erwarten Sie neben der eigenen Werkstatt und dem Lager eine umfangreiche Parkettausstellung.
Dass bei der Ausführung der Arbeiten nur hochqualitative und schadstoffarme Produkte zum Einsatz kommen, ist für den Meister- und Innungsbetrieb eine Selbstverständlichkeit.
Die Kombination aus traditioneller Handwerkstechnik, modernen Materialien und einem hohen gestalterischen Anspruch macht unsere Böden einzigartig.
Unser Team
THORSTEN BARTH
Nadine Hahn
THOMAS BERGER
MICHAEL FREIDANK
FRANK SCHWEIGEL
DOMINIQUE REIKOWSKI
MATTHIAS SCHMIDT
Amon Wilms
Dominic Lenske
Frederic DreuseÖkologie
Bevorzugt verwenden wir Produkte von Herstellern, die Holz aus kontrollierter Forstwirtschaft beziehen und ihre Produktionsprozesse transparent gestalten.
Nachhaltigkeit bedeutet für uns jedoch mehr als die Wahl des Materials. Ein fachgerecht verlegter und gepflegter Holzfußboden kann über viele Jahrzehnte genutzt werden. Beschädigte oder abgenutzte Böden müssen dabei nicht zwangsläufig ersetzt werden: Häufig lassen sie sich reparieren, abschleifen oder mit passendem historischem Material ergänzen. So bewahren wir vorhandene Substanz, sparen wertvolle Ressourcen und vermeiden unnötigen Abfall.
Auch bei Klebstoffen, Ölen, Lacken und Pflegemitteln achten wir auf emissionsarme und wohngesunde Lösungen. Auf diese Weise entstehen langlebige Parkettböden, die hohe handwerkliche Qualität mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Natur verbinden.

1910: Die Firma wurde durch Aug. Wilh. Rudolph in Berlin gegründet.
August Wilhelm Rudolph stammte aus Ottmachau, Schlesien und ging als junger Mann nach Berlin. Er wurde Berufsradrennfahrer. Nach einem schweren Sturz mit Schädelbruch (1909) wurde ihm das Rennfahren untersagt.
Einer seiner Freunde, wahrscheinlich Fritz Ebert aus Schöneberg, war damals „Bohner“. Das waren Handwerker, die Parkettböden mit Ziehklingen oder Stahlspänen abzogen und anschließend wachsten und bohnerten. Er schloss sich dem Freund an. Mitunter waren auch kleine Reparaturen auszuführen und irgendwann auch Parkettneuverlegungen. Längst schon verselbständigten sich die Parkettleger als Untergruppe innerhalb des Tischlerhandwerks. Eine Fachgruppe ‚Bohner‘ wurde gegründet, deren Obmann Aug. Wilh. Rudolph ab 1930 einige Jahre lang war – zunächst in Berlin, später deutschlandweit.
Der Betrieb entwickelte sich nach der Inflation kontinuierlich weiter und es wurden Mitarbeiter eingestellt. Als Lager hatte Aug. Wilh. Rudolph die Kellerräume des Hauses Südendstraße 15 in Berlin-Steglitz gemietet. Der Firmensitz befand sich in der Kaiserstraße in Berlin-Mariendorf.
Die Mitarbeiter transportierten das Werkzeug im Rucksack. Das Material wurde meist vom nächstgelegenen Güterbahnhof mit einem Schiebekarren zur Baustelle gebracht. Etwa 1931 trat die Tochter Hildegard Rudolph als Büroangestellte in die Firma ein.
1934: Aug. Wilh. Rudolph legte die Meisterprüfung in dem damals noch genannten „Tischler-Parkettlegerhandwerk“ ab. Innerhalb der Tischlerinnung wurde die Fachgruppe „Parkett“ gegründet. Auch dieser Fachgruppe stand Aug. Wilh. Rudolph einige Jahre vor.
1935: Aug. Wilh. Rudolph erwarb das Grundstück Breite Str. 39 in Berlin-Steglitz von einer Erbengemeinschaft. 1936: Umzug nach Berlin-Steglitz, Breite Str. 39. Das 25. Geschäfts-Jubiläum wird gefeiert. Im selben Jahr heiratete Hildegard Rudolph den Bauschlosser Max Barth aus Nowawes (Babelsberg, heute Ortsteil von Potsdam). Max Barth war ein Neffe von Julius Jachmann aus Nowawes. Julius Jachmann war Parkettleger und ein Freund von Aug. Wilh. Rudolph und es steht zu vermuten, dass sie Hildegard Rudolph und Max Barth miteinander bekannt gemacht haben. Max Barth sattelte um und wurde Parkettleger in der Firma.
1944: Das gesamte Lager brannte, ein Nebengebäude des Hauses Breite Str. 39 und die hinter dem Haus befindliche Werkstatt bis auf die Grundmauern ab. Das Nachbarhaus (Breite Str. 38) brannte ebenfalls völlig aus. Das eigene Haus konnte nur gerettet werden, weil Aug. Wilh. Rudolph mit zwei älteren Untermietern das Übergreifen der Flammen verhinderte.
Kurz nach dem Krieg war die Nachfrage nach Parkettarbeiten wegen vielfältiger anderer Sorgen eher gering. Mit dem Vernageln von Fenstern mittels Sperrholz und ähnlichen Dienstleistungen wurde die harte Zeit überbrückt. Mit dem Aufschwung durch den Marschallplan ging es mit dem Betrieb auch allmählich wieder aufwärts.
Etwa 1948 wurde Aug. Wilh. Rudolph als Sachverständiger für das Parkettlegerhandwerk öffentlich bestellt und vereidigt. 1954 legte Max Barth die Meisterprüfung ab. Im selben Jahr trat sein ältester Sohn, Klaus-Jürgen Barth, als Lehrling in die Firma ein, 1957 bestand er die Gesellenprüfung.
1958: Sein jüngster Sohn, Joachim Barth, trat ebenfalls als Lehrling ein. 1961 bestand er die Gesellenprüfung. Die Firma hatte zu der Zeit ca. 8 Mitarbeiter.
1959: Max Barth wurde als Sachverständiger für das Parkettlegerhandwerk öffentlich bestellt und vereidigt.
1960: Das 50. Jubiläum wurde gefeiert.
1968: Klaus-Jürgen Barth verunglückte beim Tauchen in der Türkei tödlich.
1970: Joachim Barth legte die Meisterprüfung im Parkettlegerhandwerk ab.
1974: Joachim Barth trat neben seinen Eltern als dritter Mitinhaber in die Firma ein.
1979: Joachim Barth wurde für das Parkettlegerhandwerk öffentlich bestellt und vereidigt.
1979: Max Barth verstarb nach langer schwerer Krankheit.
1984: Hildegard Barth verstarb nach kurzer schwerer Krankheit. Joachim Barth ist fortan Alleininhaber.
1985: Das 75. Jubiläum wurde gefeiert. Aus diesem Anlass wurden die Büroräume komplett renoviert. (Dabei wurden Wandmalereien gefunden; ein Raum wurde restauriert).
1985: Drei Familienmitglieder traten als Büroangestellte teilzeitbeschäftigt in die Firma ein.
1995: Thorsten Barth trat als Lehrling ein.
1998: Thorsten Barth bestand die Gesellenprüfung.
2002 Der Geselle Rudi Hartmann ging nach 42-jähriger Betriebszugehörigkeit in Rente.
2006: Thorsten Barth, inzwischen Parkettlegermeister und Betriebswirt im Handwerk, übernahm die Firma und wandelte sie in eine GmbH um.
2006: Der Geselle Klaus Stier ging nach 45-jähriger Betriebszugehörigkeit in Rente.
2006: Der Geselle (und ehemalige Lehrling) Michael Freidank arbeitete seit 20 Jahren im Betrieb.
2010: Firma Aug. Wilh. Rudolph bestand seit 100 Jahren.
2013: Der Betrieb zog in die „alte Schlüterbackfabrik“ nach Berlin-Schöneberg.
2016: Der Geselle (und ehemalige Lehrling) Michael Freidank arbeitete seit 30 Jahren im Betrieb.
2018: Das Team wurde durch Parkettlegermeister und Restaurator Thomas Berger verstärkt.


